Infos zu (ÖSTERREICHISCHES WARMBLUT)


Rassenname:
ÖSTERREICHISCHES WARMBLUT

Zuchtland:
Österreich

Zuchtgebiet:
Ganzes Land

Besonderheiten:
Österreichisches Gegenstück zum Deutschen Reitpferd

Größe:
165 cm bis 170 cm

Gruppe:
Rasse

Blut:
Warmblut

Auch in Österreich, was eher ein Land der schwereren Pferde ist, gab es schon immer eine gute Tradition bei der Zucht von warmblütigen Pferden. Sie waren leider nicht so bekannt wie der Noriker, doch gab in der Zeit der Habsburger besonders im Osten von Österreich eine sehr gute Zucht von „altösterreichischen Halbblütern“ und bis vor einigen Jahren im Gestüt Piper eine sehr gute und qualitätsvolle Halbblutstutenherde, die leider nach der verheerenden Virus-Abort-Erkrankung, der auch viele Lipizzaner zum Opfer fielen, aufgelöst werden musste. In der Vergangenheit wurden für den militärischen Dienst meist Pferde der Rassen Shagya Araber und aus den Zuchten der K. K. Monarchie, also aus Österreich-Ungarn, in der Zucht verwandt. Hierbei kamen zu den Arabern auch die ungarischen Halb-blüter und Warmblüter, wie der Przedswit, der Furioso-North Star, der Gidran und der Nonius zum Einsatz. Alle diese Rassen waren gut durchgezüchtet, hart, ausdauernd und zäh, doch hatten sie lange nicht die gewünschten Eigenschaften die ein heutiges Freizeitreit- und Sportpferd haben soll. Sie eigneten sich daher auch nur bedingt, um daraus ein solches zu entwickeln. Daher beschloss man sich um 1975 bewährte deutsche Pferde in das Land zu bringen. Dies wurde als der effektivere Weg angesehen, um vorprogrammierte Fehlschläe in der Zucht gar nicht erst zuzulassen. So konnte man gleich loslegen und in kurzer Zeit eine stabile Warmblutrasse schaffen. Das dies durch Einkreuzung geschehen sollte wurde in Österreich auch nicht als schändlich gesehen, sind doch auch die meisten guten deutschen Pferde Kreuzungsprodukte oder aus Veredlungskreuzungen- und Zuchten ent-standen. Zur weiteren Veredlung werden auch noch weiterhin Vollblüter und Trakehner in der Zucht eingesetzt. Besonders Augenmerk legt der österreichische Züchter dabei auf die Auswahl und Belegung seiner Stuten und nutzt dabei die Vorzüge der modernen Zucht-methodik, d.h. die künstliche Besamung und der damit verbundenen Hengstvielfalt, Zucht-auswahl und Sicherheit vor Erkrankungen. In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt dass dies der richtige Weg ist und obwohl die Rasse noch recht jung ist, zeigten sich doch schon Erfolge auf österreichischen Bundeschampionaten und europäischen Turnierplätzen, wo man mit der internationalen Konkurrenz durchaus mithalten kann und immer öfter auf den vorderen Plätzen mitspielt. Die Vielzahl von Meistertiteln auf Landes- und Bundesebene in den verschiedenen Sparten des Reit -und Fahrsports und die Erfolge bei Welt- und Europa-meisterschaften zeigen den hohen Qualitätsstand dieser Rasse. Die Hälfte aller in diesem Land gezogenen Warmblüter ist im Turniersport im Einsatz und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Qualität der Pferde wird durch ein umfassendes System von Leistungs-prüfungen für Hengste und Stuten bestimmt und kontrolliert. Derzeit befinden sich ca. 2 500 Stuten und ca. 85 Hengste in der aktiven Zucht. Der Österreichische Warmblüter soll ein edles, großrahmiges, korrektes und leistungsstarkes Warmblutpferd mit guten Bewe-gungseigenschaften und guten Springvermögen sein, das sich für alle Reitzwecke geeignet ist. Die Größe liegt bei ca. 165 cm bis 170 cm

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