Infos zu (PFÄLZER ARDENNER (PFALZ ARDENNER))


Rassenname:
PFÄLZER ARDENNER (PFALZ ARDENNER)

Zuchtland:
Deutschland

Zuchtgebiet:
Rheinland-Pfalz, Saarland

Besonderheiten:
Name der Rasse vom Zuchtgebiet, vom aussterben bedroht

Größe:
156 cm bis 160 cm

Gruppe:
Rasse

Blut:
Kaltblut

Die bekannte und gute Vererber Rasse des Ardenners stand für diese, wie auch einige andere deutsche Pferderassen, als Pate. Der Pfalz Ardenner ist ein mittelgroßes Kalt-
blutpferd das besonders in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gezüchtet wird, dessen Zuchtzentren das bekannte Landgestüt Zweibrücken und das Pferdezentrum in Standenbühl sind. Die Nähe zu Frankreich ließ auch Zuchtinseln in den französischen Ardennen entstehen. So lange es den Ardenner gibt waren schon Bestrebungen der Pfälzer Bauern vorhanden ihre eigenen Pferde mit diesen zu verbessern. Der alte Pfälzer Ardenner ist schon seit dem 17. Jh. bekannt und entstand durch Kreuzungen des typischen Landschlages in der Pfalz mit französischen Ardennern. Doch es war keine Einheitlichkeit in der Pfälzer Rasse zu finden. Das Ziel hieß also eine Rasse von guter Homogenität und Einheitlichkeit zu erhalten. Schon sehr früh erkannten dies die beiden damaligen Pferdezuchtverbände, die Kaltblutgenossenschaft Südpfalz, gegründet 1896 und der 10 Jahre später gegründete Pferdezuchtverein Pfalz und versuchten über die Reinzucht einen solchen konsolidierten Pferdetyp zu erhalten. Erste Erfolge traten mit einer gewissen Regelmäßigkeit ein, als das Landgestüt Zweibrücken in den 50er Jahren einige Ardenner Hengste aufstellte und diese zur Verbesserung des vorhandenen Pferdematerials nutzte. So wurden HELDER I v. SUCCESSEUR d’HORSE, ARTIST v. GAMBIN de FORREST und GABARDIN v. GALLUS bekannte Stempelhengste dieser Rasse in den folgenden 20 Jahren.
Der Pfälzer Ardenner ist ein harmonischer und nicht zu großer Kaltblüter mit harmonischen Linien und deutlicher Prägung durch den Ardenner. Der Kopf ist für einen Kaltblüter sehr trocken, hat kleine Ohren und aufmerksame Augen. Der Hals ist gut angesetzt, die Brust geräumig und breit, die Schulter groß und schräg, der Rücken kräftig, die Kruppe lang und leicht abfallend und die Hinterhand gut bemuskelt. Das stabile Fundament hat trockene und klare Gelenke, gute Knochen und harte Hufe und nur wenig Kötenbehang. Es kommen nahezu alle Farben vor, doch sind Rot- und Braunschimmel häufiger zu finden, ein Erbe des Rheinisch-Deutschen Kaltblüters der ja auch im alten Pfälzer Ardenner eingekreuzt wurde, bevor man sich endgültig für den Ardenner entschied. Der Pferdezuchtverein Pfalz führt auch seit 1906 das Stutbuch für den Rheinisch-Deutschen Kaltblüter. Die Größe liegt bei ca. 156 cm bis 160 cm.
Leider sind die Pfälzer Ardenner vom Aussterben bedroht, da sie in ihrer üblichen Tätigkeit als Arbeitspferd in der Land- und Forstwirtschaft entbehrlich wurden. Wegen seines guten und ruhigen Charakters, der leichten Führung und besonders seiner korrekten, flotten und raumgreifenden Bewegungen in Schritt und Trab hat sich diese Rasse heute einen Platz unter den Freizeitreitern gesichert und wird auch noch als Wald-Arbeitspferd verwendet.

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