Infos zu (OST und SÃœDOST ANADOLU (DOGU GÃœNEYDUGO ANADOLU ATI, ANATOLIAN, TÃœRKISCHES PONY, KURDISTANISCHES PONY))


Rassenname:
OST und SÜDOST ANADOLU (DOGU GÜNEYDUGO ANADOLU ATI, ANATOLIAN, TÜRKISCHES PONY, KURDISTANISCHES PONY)

Zuchtland:
Türkei

Zuchtgebiet:
Osttürkei, Süd- und Südostanatolien

Besonderheiten:
Name der Rasse vom Zuchtgebiet, gilt noch als Typ des Anadolus

Größe:
132 cm bis 142 cm

Gruppe:
Rasse oder auch Typ des Anadolu

Blut:
Kleinpferd

Der Ost und Südost Anadolu entstand wie der Anadolu aus dem alten anatolischen Pferd, das ehemals in der gesamten zentralen Türkei lebte und aus der Verbindung von Altpersischen Pferden, persischen Bergpferden und orientalischen Pferden. Dies waren besonders die edleren Pferde aus den angren-zenden Staaten der Türkei, wie der Turkmene, Arabische Vollblüter, Perser, Kabardiner, Aserbaid-schaner aber auch Mongolischen Ponys. So entstand einerseits das Türkische Pony oder Anadolu und auch andere, ihm ähnliche, Rassen. Das Anadolu ist eine alte und bekannte Rasse aus der Türkei und ist dort seit über 1 000 Jahren bekannt, obwohl seine Urform als ausgestorben gilt. Das Anadolu ist ein kräftiges und ausdauerndes Pferd, welches als Reit - und Saum-pferd in der Türkei schon seit Urzeiten gezüchtet wird. Die Bezeichnung Anadolu wird dabei abgeleitet oder übersetzt als Pferd vom „asiatischen Teil der Türkei“. Heute ist der Süd und Südost Anadolu meist im Osten und Südosten der Türkei zu finden. Man geht derzeit aber nur noch von ca. 3 000 Pferden dieses Typs aus.
Neben dem Ost und Südost Anadolu aus Ost-und Südostanatolien gibt es auch noch den Anadolu aus Zentralanatolien. Er gilt bisher noch als eine Variante des Anadolus. Diese Unterscheidung kommt, von dem leider schon verstorbenen begeisterten Reiter Professor M. NURETTIN ARAL. Er ist auch der Autor eines Buches „Über die Typen und Tiere, die in der Türkei im Laufe der Geschichte gezüchtet worden sind“. Weiterhin auch von Professor S. BATU, einem weiterem Kenner der türkischen Pferde- und Tierzucht. Früher wurden diese Pferde auch als Kurdistanisches Pferd oder Pony bezeichnet, weil die Kurden, ein türkischer Völkerstamm diese Pferde zuerst züchteten. Das Verbreitungsgebiet der Kurden oder Kurdistan ist ein nicht genau begrenztes Gebiet in Vorderasien, das als historisches Siedlungsgebiet der Kurden bekannt ist. Dieses Gebiet umfasst heute die Staaten Türkei, Iran, Irak und Syrien und unterteilt sich in Nord-, Ost- und Südkurdistan. Man vermeidet oder verbietet aber in allen Staaten des Siedlungsgebietes die Bezeichnung Kurdistan. Neben Kurden leben hier auch andere Völker, wie Araber, Perser, Aserbaidschaner, Türken, Turkmenen, Armenier und Assyrer aus den verschiedenen Staaten. Durch diese Völkervielfalt und deren bekannter edler Pferderassen hat sich neben dem Anadolu der etwas größere und stärker veredelte Typ, der Süd und Südost Anadolu, ent-wickelt. Dieser Typ wurde mehr von edleren Pferden beeinflusst als der Anadolu aus der Zentraltür-kei. Beide Typen werden aber in der globalen Datenbank wertvoller und wichtiger Tierrassen für die Türkei unter Anadolu oder Anatolian geführt.
Der Süd und Südost Anadolu ist ein schönes, kleines, edles und harmonisches Pony. Der Kopf ist klein und zeigt viel Edelblutanteil. Das Profil kann konkav oder konvex sein, die Ohren sind kurz und klein, das Maul ist klein und die Nüstern sind sehr groß. Der Hals ist kurz und wird edel ge-tragen, die Brust ist schmal und die Schulter steil. Der kurze und kräftige Rücken endet mit einer leicht geneigten Kruppe. Die Gliedmaßen haben gute Knochen Gelenke und harte Hufe. Die Größe liegt bei ca. 132 cm bis 142 cm und es kommen alle normalen Pferdefarben vor. Diese Ponys überzeugen durch Ausdauer, Intelligenz und guter Leistung besonders unter dem Sattel, denn als Reitpferde wurden sie schon immer gezüchtet.
Leider gibt es nur wenige dieser Pferde im Südosten der Türkei, weil man hier mehr Araber und deren Kreuzungen bevorzugt. Derzeit gibt es auch keine Züchtervereinigung und auch kein Zuchtbuch für diese Pferde. Doch die wenigen türkischen Züchter hoffen, dass das türkische Landwirtschaftsminis-terium an dem Erhalt dieser wertvollen Pferde interessiert ist.



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